Archiv für die Kategorie 'JIF-Veranstaltung'

Hessischer Jazzpreis 2010 für Stephan Schmolck

11. Dezember 2010
20:00

(Pressemitteilung der Staatsministerin Kühne-Hörmann)

Wiesbaden – Der Frankfurter Kontrabassist, Komponist und Bandleader Stephan Schmolck erhält den Hessischen Jazzpreis 2010. Das hat Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann heute in Wiesbaden bekanntgegeben. „Stephan Schmolck trägt entscheidend zum internationalen Renommee der hessischen Jazzszene bei. Mit der Auszeichnung werden diese Verdienste gewürdigt“, sagte die Ministerin.

Der 1951 in Frankfurt am Main geborene Stephan Schmolck gehört seit den frühen achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts zu den bedeutendsten und zugleich vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten der sogenannten Frankfurter Schule des Jazz. Er war sowohl an der Gründung der Frankfurter Jazzinitiative vor 20 Jahren als auch an der Gründung der „Frankfurter Jazz Bigband“ maßgeblich beteiligt.

Als Kontrabassist von beträchtlicher stilistischer Bandbreite, hoher Klangkultur und rhythmischer Energie zählt Schmolck innerhalb des zeitgenössischen Jazz Europas zu den herausragenden Vertretern seines Instruments. Von seiner Arbeit als Komponist und Arrangeur, die gleichermaßen durch strukturelle Klarheit und melodischen Erfindungsreichtum geprägt ist, profitierten – neben seinen eigenen Gruppen „Rites of Passage“ und „Electronic Bundle“ – zahlreiche andere Formationen, darunter Wolf Mayers „Dialects“, das Heinz Sauer Trio und das „Jazz Ensemble des Hessischen Rundfunks“. Seit Jahren arbeitet Schmolck verstärkt auch mit den klanglichen Möglichkeiten der elektronischen Musik und gelangt dabei zu hörenswerten Ergebnissen. Er unterrichtet am Hoch’schen Konservatorium in Frankfurt.

Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Gerd Krämer, wird die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen des Jazz-Podiums übergeben, das am 11.Dezember 2010 in der Brotfabrik Frankfurt stattfindet.

Avishai Cohen »Aurora«

24. Juni 2010
19:30

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Vielen dürfte er zuerst durch seine Mitwirkung in den Bands von Chick Corea bekannt geworden sein – der israelische Bassist Avishai Cohen. In seinem Spiel verbindet er Virtuosität mit musikalischer Hingabe. Nachdem er über eine Dekade in New York mit Prominenten der amerikanischen Jazzszene zusammengearbeitet hat, lebt er seit einigen Jahren wieder in Tel Aviv.

Mit seinem Trio fusionierte er Einflüsse aus der israelischen Musik und der Kultur des Nahen Ostens mit dem Jazz. Sein Bandprojekt „Aurora“ vereint nicht nur Piano, Kontrabass und Perkussion mit der arabischen Laute Oud, sondern auch das instrumentale Spiel mit vokalem Ausdruck. Avishai Cohen lässt sich neben seinem Kontrabassspiel dabei erstmals auch selbst als Sänger vernehmen – in Hebräisch, Englisch, Spanisch und der alten Sephardensprache Ladino. Gemeinsam mit seiner Band entwirft er magische Klanglandschaften, in denen sich die ganze Vielfalt einer weit gespannten, kulturell reichen und musikalisch grenzenlosen Region spiegelt.

Bert Noglik, Deutschlandfunk.

Es spielen
Avishai Cohen (b, voc)
Karen Malka (voc)
Shai Maestro (p)
Amos Hoffman (oud)
Itamar Doari (perc)

Eintritt: 10,– €, ermäßigt: 5,– €
JIF-Mitglieder: frei (Bitte Mitgliedskarte vorzeigen!)
Vorverkauf: Palmengarten
Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63

European Jazz Trio feat. Jiri Stivin

8. Juli 2010
19:30

Die Musik dieses kooperativ geführten Trios feat. Jiri Stivin hat in starkem Maße mit der Tradition und mit Erneuerung zu tun, immer mit dem Bestreben, über die Wertschätzung der Jazzhistorie zu einem eigenen und aktuellen Ausdruck zu gelangen. Spiritualität, Message, Ausstrahlung bedeuten zweifellos für diese drei Musiker eine essentielle  Erfahrung. Deshalb können und wollen sie die Entwicklung nicht nachahmen, es geht ihnen vielmehr um die Fortsetzung und um das Eigene.
Ali Haurand, der „Chevalier de l‘Ordre des Arts et des Lettres“ (Frankreich 2005), hat als Bassist und Bandleader des European Jazz Ensemble Musikgeschichte geschrieben, wie auch Jiri Stivin, Gerd Dudkek und Rob van den Broeck zu den herausragenden europäischen Musikern zählen.

jiri-stivinEs spielen
Jiri Stivin (fl, sax)
Gerd Dudek (sax)
Rob van den Broeck (p)
Ali Haurand (b)

Eintritt: 10,– €, ermäßigt: 5,– €
JIF-Mitglieder: frei (Bitte Mitgliedskarte vorzeigen!)
Vorverkauf: Palmengarten
Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63

»ZITRONE UND ZIMT« – Pilz-Kunkel-Degen-Kappich-Quartet

22. Juli 2010
19:30

Ungewöhnliche Instrumente und die zweite und dritte Frankfurter Jazzgeneration treffen aufeinander. „Lyrische Expression“ ist das Gebot. „Zitrone und Zimt“ ist lyrisch und ausdrucksvoll im Klanglichen, in filigraner Melodik und komplexer Harmonik, im gemeinsamen Ausloten musikalischer Grenzgebiete und im dezenten gegenseitigen improvisatorischen Abtasten. Stille ist manchmal der eindrucksvollste Klang. Balladeske Strukturen, Themen, gemeinsame Improvisationen und Soli verflechten sich surreal wie im Traum, werden plötzlich wie Vulkanausbrüche in einer geschmeidigen Landschaft zerschnitten von Kunkels beschwörendem Bassetthorn, suchend und forschend, dann bohrend und insistierend. Degen, einer der hochkarätigsten Jazzpianisten der Gegenwart und Meister der Reduktion, kontrapunktiert jenes mit feinsinnigen, lyrischen Klangbildern oder zieht die anderen mit in ein ganz anderes Areal. Kappich hört, groovt, pulsiert, zerklüftet und eint vielschichtig wie kein anderer an der Perkussion.
Ist es eine Musik zwischen Jazz, neue Musik, Kammermusik, Worldfolk? Jedenfalls eine  poetisch einzigartige Klangreise: Irisch, indisch, bayerisch, kubanische Atmosphären kontrapunktieren mit irrwitzigen Improvisationen aus dem Augenblick.

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Es spielen
Burkard Kunkel (basset horn, zither)
Michel Pilz (bass-cl)
Bob Degen (p)
Willi Kappich (dr, tablas, gatam, congas, cajon, perc)

Eintritt: 10,– €, ermäßigt: 5,– €
JIF-Mitglieder: frei (Bitte Mitgliedskarte vorzeigen!)
Vorverkauf: Palmengarten
Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63

Louis Sclavis Trio

5. August 2010
19:30

Der Klarinettist und Saxophonist Louis Sclavis, so Radio Bremen, gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten und großen Individualisten der europäischen Jazzszene. Der Mann aus Lyon ist ein mutwilliger Grenzgänger. Elegant und mit anhaltender kreativer Neugier bewegt er sich zwischen Jazz, Weltmusik, Freier Improvisation und zeitgenössischer Musik. Dabei wechselt er gerne das „Setting“: mal arbeitet er solistisch, mal in kammermusikalischer Besetzung, dann wieder mit klassisch besetzter Band.

Als permanentes Wechselspiel beschrieb er im Deutschlandfunk einmal sein „mediterranes Temperament“:  „Wir lieben eine Sache, aber wir lieben auch ihr Gegenteil – also das Heiße und das Kalte und so weiter.“ Mit leidenschaftlicher Wucht prallen Gegensätze aufeinander: alter und neuer Jazz, Tradition und Innovation, Elemente aus Folklore, experimentellem Rock und zeitgenössischer Avantgarde …

Foto: Andy Newcombe

Foto: Andy Newcombe

Es spielen
Louis Sclavis (bcl, cl)
Olivier Lete (b)
Eric Groleau (dr)

Eintritt: 10,– €, ermäßigt: 5,– €
JIF-Mitglieder: frei (Bitte Mitgliedskarte vorzeigen!)
Vorverkauf: Palmengarten
Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63