Das Dornbusch Jazz Trio entstand im Jahre 1999 im Rahmen privater Sessions mit Musikern der Frankfurter Jazzszene. Während ihrer Zusammenarbeit haben Martin Weitzmann, Gerhard Bitter und Willi Kappich ein sehr homogenes und harmonisches musikalisches Konzept entwickelt. Die Wurzeln der Formation liegen im klassischen Modern Jazz. Stilelemente aus Swing, Bebop, Cool-Jazz, Hardbop, Rock- und nicht zuletzt Latin-Jazz beeinflussen ihre Musik. Seit einiger Zeit arbeitet das Dornbusch Trio sehr erfolgreich mit der aus São Paulo/Brasilien stammenden Sängerin Juliana da Silva zusammen. Der Einfluss ihrer warmen rauchigen Stimme erweitert die Musik des Trios um das typische brasilianische Flair: eine Mischung aus Rhythmen, Temperament und schönen Melodien. Juliana da Silva übrigens hat eine leidenschaftliche Beziehung zum Fußball, so dass aus aktuellem Anlass brasilianische- und auch deutsche Fußballlieder mit Funk- und Jazz-Grooves aufgepeppt und in das Programm übernommen wurden.
Es spielen
Juliana da Silva (voc), Martin Weitzmann (p), Hartmut Oßwald (ts, ss, bcl), Gerhard Bitter (b), Willi Kappich (dr, tabla)
Eintritt: € 8,– / 5,50 (erm. und Mitgl.), Beginn 20:30 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt
Eigentlich, schrieb Georg Spindler im Mannheimer Morgen, ist
er der Doyen der europäischen Jazzszene: Aber Charlie Mariano bläst ein noch immer derart herzhaftes, hochexpressives Saxofon, dass man sein Alter glattweg vergisst. Die schönsten Aufnahmen hat er zuletzt mit dem in Frankfurt lebenden Bassisten Vitold Rek eingespielt; der schreibt ihm wunderbare, meist von polnischer Folklore beeinflusste Stücke voller hymnischer Kraft auf den Leib. Auch auf der neuen Mariano-&-Rek-CD »Cathedral« ist das so: Die slawische Melancholie und die besondere Spiritualität der Stücke beflügelt den Saxofonisten zu gleichermaßen schmerzvoll bluesgetränkten wie boppig jubilierenden Höhenflügen zwischen Himmel und Erde. Rek brilliert mit ungemein virtuosen Beiträgen, die sich durch filigrane Eloquenz auszeichnen; vor allem seine gestrichenen Soli sind außergewöhnlich. Spektakulär wird das Projekt durch Peter Reiter an der Kirchenorgel; brüllende Grellheiten sind seine Sache nicht, er bringt vielmehr subtile Pastelltöne und zarte Kolorierungen ins Spiel. Betörend atemberaubend.
Es spielen
Charlie Mariano (as, ss)
Vitold Rek (b)
Peter Reiter (Kirchenorgel)
Eintritt: € 20,– / 15,– (erm. und JIF-Mitgl.)
In Zusammenarbeit mit Kultur im Ghetto und der Evangelisch-Lutheruschen St. Paulsgemeinde
In der Alten Nikolaikirche am Römerberg, beginn 20 Uhr
Update: Andrzej Olejniczak spielt für den erkrankten Charlie Mariano
Cathedral: Charlie Mariano & Vitold Rek feat. Peter Reiter
8. Sept., 20 Uhr; Alte Nikolaikirche Frankfurt – „Cathedral“
Andrzej Olejniczak spielt für den erkrankten Charlie Mariano
Wie uns kurzfristig mitgeteilt wurde, ist Charlie Mariano erkrankt und musste sich in eine Klinik begeben. Das Konzert findet indes wie geplant statt – mit Andrzej Olejniczak aus Bilbao hat der Frankfurter Bassist Vitold Rek einen hervorragenden Ersatzmann gefunden. Mit dem vor allem aus seiner Zusammenarbeit mit Gerry Mulligan bekannten polnischen Saxophonisten hat Rek schon mehrfach zusammengearbeitet: Vor wenigen Tagen erst spielten sie zusammen mit dem Bilbao Symphony Orchestra ein großes Open-Air vor dem Guggenheim Museum in Bilbao, in der vorvergangenen Woche brillierten sie beim Frankfurt „Jazz im Palmengarten“ mit dem Polish Jazz 4tet.
Andrzej Olejniczak – Tenor&Sopran Saxophon
Andrzej Olejniczak, geb. 1954, in Zdunska Wola, Polen nahm seinen ersten musikalischen Unterricht im Alter von sechs Jahren, er studierte zunächst Klavier, später Klarinette und Saxophon.
1975 gewann er als Auftakt eines bis heute beeindruckenden Reigen an internationalen Preisen den ersten beim Polnischen Jazz-Improvisations-Wettbewerb in Katowice, arbeitete fortan mit den Gruppen: „Extra Ball“, „Sun Ship“, „ String Connection“ und beteiligte sich oft am „Jazz Jamboree-Festival“ in Warschau. 1983 und 1984 wurde „String Connection“ Jazz Forum zur besten polnischen Jazzband gewählt.
Im Jahr 1984 zog er nach Bilbao und arbeitet mit berühmten amerikanischen und europäischen Solisten zusammen, z.B. Gerry Mulligan, Jimmy Owens, Horace Parlan, Tete Montoliu, Joe Newman, Ranee Lee, Oliver Jackson, Georges Arvanitas. Er nahm außerdem teil am „San Remo Festival“ und verschiedenen anderen Festivals. In Spanien leitet er diverse eigene Ensembles.
»Sein stilbildendes Posaunenspiel machte ihn weltberühmt und zum vielleicht wichtigsten Jazzmusiker Europas«, so fasste der Spiegel in seinem Nachruf die Qualitäten des Albert Mangelsdorff zusammen. Das Lob hätte ihn sicherlich verlegen gemacht – Albert Mangelsdorff war so aufrichtig, integer und bescheiden,
dass er von den Kollegen schon zu Lebzeiten »Sankt Albert« genannt wurde. Dennoch ist es höchste Zeit für eine Hommage an den großen Frankfurter Posaunisten, der im letzten Jahr im Alter von 76 Jahren verstorben ist.
Langjährige Weggefährten, allesamt selbst längst mit Lorbeeren überhäuft, haben sich also vereint, um ihrem Albert noch einmal einen ganz persönlichen Abend zu widmen. Und eigens für den Anlass hat sich u.a. jenes Ensemble noch einmal zusammengefunden, das Albert Mangelsdorff 1975 mitbegründete und dem er bis zur Auflösung im Jahr 2002 treu blieb: das United Jazz & Rock Ensemble.
Es spielen
Ralph Mangelsdorff (Countertenor), Christof Lauer, Wolfgang Dauner, Wolfgang Haffner, Dieter Ilg, Nils Landgren, Ack van Rooyen, Barbara Thompson,
Jon Hiseman, Charlie Mariano, Thorsten Benkenstein, Rüdiger Baldauf, Stefan Lottermann, Dave King und The United Jazz & Rock Ensemble
JIF-Mitglieder erhalten für diese Veranstaltung gegen Vorlage Ihres gültigen Mitgliedsausweises eine Ermäßigung von 20% (nur an der Vorverkaufskasse in der Alten Oper).
Eine Veranstaltung von: Alte Oper Frankfurt in Kooperation mit Bremme & Hohensee. Mit freundlicher Unterstützung der Deutschen Börse Group und der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt
In der Alten Oper, Großer Saal, Beginn 20 Uhr