Torsten de Winkel, einer der international geschätztesten deutschen Gitarristen, leidenschaftlicher Art-Community-Aktivist (New York Jazz Guerrilla Kollaborative) sowie motivationspsychologischer Grundlagenforscher (Human Condition Project), kann wohl noch immer als frecher junger Wilder bezeichnet werden, gerade weil er sich auch traut, gesangliche Melodien und mitreißende Grooves mit der reichen hundertjährigen Jazztradition, Jungle- und Drum&Bass-Sound, dem (alten) Blues sowie häufig mit ethnischen Einflüssen zu verbinden. Nach Touren rund um den Globus und der Zusammenarbeit mit einer erstaunlichen Zahl von Größen aus Jazz und Pop, von Pat Metheny bis Joe Zawinul und Whitney Houston, von Tab Two bis Aziza und Brecker Brothers, tut er sich nun mit einer Frankfurter Sängerin zusammen, der Multi-Stilistin Uta Runne, die neben einem Romanistik-Studium eben auch noch klassischen und Jazz-Gesang sowie Jazz-Flöte studierte und inzwischen neben mannigfachen Tourneen durch Europa etliche Rundfunk- und TV-Aufnahmen, u.a. bei ARD, ZDF und dem hr vorzuweisen hat. Mit einem Repertoire, das von Chansons über Gospel bis zum Modern Jazz in aller Verschiedenheit stets gleichermaßen individuell und spannend klingt.
Es spielen
Uta Runne (voc)
Torsten de Winkel (g)
Eintritt: € 8,– / € 5,50 (erm. und Mitgl.); Beginn: 20:30 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 60313 Frankfurt
„Das Deutsche Jazzfestival Frankfurt 2006 ist finanziell gesichert. Dank des Einstiegs der Fraport AG als neuer Großsponsor könne das älteste Jazzfestival der Welt im nächsten Jahr wieder stattfinden, teilte der Intendant des Hessischen Rundfunks, Helmut Reitze, in Frankfurt mit.
Die Fraport AG trägt im Jahr 2006 insgesamt 50.000 Euro zur Finanzierung bei. „Die Fraport AG hat damit erneut bewiesen, dass ihr die Region Rhein-Main sehr am Herzen liegt“, sagte Reitze. Der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG, Wilhelm Bender, erklärte: “Wir sind uns der kulturellen Bedeutung des Jazzfestivals auch über die Grenzen Hessens und Deutschlands hinaus bewusst. Deshalb wollen wir den Hessischen Rundfunk unterstützen, um dieses großartige Ereignis fortzuführen.“ Jazz als musikalische Kunstform stehe für Interaktion, Inspiration und Innovation. Auch die Fraport AG könne damit ihre Aufgabe als Unternehmen des internationalen Luftverkehrs sehr gut in Verbindung bringen, so Bender weiter.
Der hr hatte Anfang dieses Jahres angekündigt, das Festival wegen notwendiger Sparmaßnahmen nicht wie bisher finanzieren zu können. Eine Fortführung sei nur mit Hilfe von zusätzlichen Sponsoren möglich. Zu den finanziellen Förderern gehören außerdem die Stadt Frankfurt und die hessische Landesregierung. Das Deutsche Jazzfestival wurde 1953 gegründet und gehört heute zu den wichtigsten Festivals seiner Art. Im nächsten Jahr soll es vom 27. bis 29. Oktober stattfinden.“
(Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Rundfunks)
Das Programm des Jazzfestivals, das auch dieses Jahr mal wieder eher rocklastig ist, findet man unter http://www.hr-online.de
Das ZDF nannte ihn »einen der besten Jazzgitarristen aller Zeiten«, das Jazz Podium und Down Beat sprachen über ihn als einen »Poeten der Jazz Gitarre« – und so verwundert es kaum, dass er und seine Band »David Becker Tribune« an den ganz renommierten Jazz-Orten dieser Erde auftraten, u.a. in Londons Barbicon Centre, in Rotterdams De Doelen, Münchens Olympia-Halle und
St. Petersburgs Jazz Philharmonie. Gleichermaßen war die Formation bei großen Festivals zu Gast – dem La Plata Jazz Festival (Argentinien), Robert Norman Festival (Norwegen), Jazz op den Berg (Belgien) und den Hildener Jazz Tagen in Deutschland. Seit rund zehn Jahren nun lebt der in Cincinnati/Ohio geborene Jazz-Gitarrist David Becker, Jahrgang 1961, in Deutschland, genauer in Wuppertal, und pendelt zwischen Los Angeles und der Wahlheimat. Mit seinem seinen Alben »Where’s Henning?«, »Euroland« und »The Colour of Sound« hat er allerfeinsten, ruhigen, durch und durch ‚sophisticated’ Jazz vorgestellt – die Eindrücke der aktuellen Europa-Tournee sollen in Argentinien mit südamerikanischen Einflüssen zu einer neuen CD verschmelzen; wir hoffen sehr, das Nachtcafé -Konzert wird da eine gewichtige Rolle spielen.
Es spielen
David Becker (e-g, 6 and 9 string-gs), Bruce Becker (dr, perc), Tom Lilly (b)
Eintritt: € 12,– / 9,– (erm.) / 6,– (JIF-Mitgl.); Beginn 20 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus
Im Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 60311 Frankfurt
Nur Louis Armstrong war Mitte des 20. Jahrhunderts noch populärer als er: Sidney Bechet hatte eine Aura wie nur die wenigsten. Der Klarinettist und erste prägende Sopransaxophonist der Jazzgeschichte war auch der erste Künstler auf dem berühmten Blue-Note-Label und gilt noch heute als eine der größten Persön–lichkeiten des Jazz. Geboren am 14. Mai 1897 in New Orleans, starb er an seinem Geburtstag im Jahr 1959 in Paris, wo er, so stellte Joachim Ernst Berendt einst fest, so beliebt war, dass man ihn zum Bürgermeister hätte wählen können. Eine musikalische Huldigung ist im Falle Hugo Siegmeths – nur scheinbar paradox – die Verbeu–gung des Aufrechten. Denn der 1970 in Rumänien geborene Musiker, der sich in den letzten Jahren ein immer stärkeres Profil als plastischer, punktgenauer Improvisator, Bandleader und Komponist so griffiger wie subtiler Stücke erarbeitet hat, will Bechet keinesfalls imitieren – »Ich wollte in meiner eigenen Sprache mit dem Material umgehen«, sagt Siegmeth. Und diese Sprache ist nicht zuletzt durch die moderne Schule des Tenor–saxophons geprägt, das Lakonisch-Kraftvolle eines Sonny Rollins, das Formbewusstsein eines Wayne Shorter und die schillernde Farbenvielheit eines Joe Henderson etwa.
Es spielen
Hugo Siegmeth (ts, cl), Carsten Daerr (p),
Henning Sieverts (b), Basian Jütte (dr)
Eintritt: € 13,– / 10,– (erm.) / 8,– (JIF-Mitgl.)
beginn 20:30 Uhr
In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik
In der der Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | 60314 Frankfurt
Das Gitarrenduo besteht seit drei Jahren und stellt nun seine erste gemeinsame CD-Produktion »West and East« vor. Auf dem Programm stehen ausschließlich Eigenkompositionen – stilistisch wird ein weiter Bogen zwischen Jazz, Avantgarde und liedhaften, rhythmischen volksmusikalischen Einflüssen des Balkans gespannt. Auftritte auf internationalen Festivals, Clubkonzerte u.a. in Wien oder Budapest und Rundfunkaufnahmen (Jazz at the Marble Hall, Ungarischer Rundfunk) bescheren dem Duo immer wieder begeisterte Kritiken. Kein Wunder, die beiden ergänzen sich auf’s Beste: für den eher lyrischen Part steht Stefan Varga, der mit vielen verschiedenen Formationen aus dem Jazz- und Rockbereich arbeitete, derzeit mit MEADOW JAM und der Wiesbaden Bigband unterwegs ist, sowie Filmmusiken u.a. für Arte schreibt. Die Rhythmik liegt bei Tibor Eichinger, mit seinen Kompositionen sowie als Bandleader und Gitarrist europaweit renommiert. 1962 geboren, studierte er in Budapest an der Franz Liszt Musikhochschule Jazzgitarre bei Gyula Babos. Seit 1990 ist er mit eigenen Bands aktiv und hat sechs CDs unter seinem Namen veröffentlicht.
Es spielen
Stefan Varga (g), Tibor Eichinger (g)
Eintritt: € 12,– / 9,– (erm.) / 6,– (Mitgl.); Beginn 20 Uhr
In Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus
Im Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 60311 Frankfurt