Monthly Archive for Mai, 2008

Arbeiststipendium Jazz 2008 an Contrast Quartet

Contrast Quartett

Am 14.5. wurde im Theaterhaus in den Schützenstraße das Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt an das Contrast Quartet vergeben. Den Scheck in Höhe von 5.500 Euro übergab Professor Semmelroth, der in seiner Laudatio den „herausragend spannenden Aufbau der einzelnen Kompositionen wie auch der darin enthaltenen solistischen Vorträge“ lobte was die mit Guenter Hottmann (hr-Jazz-Redaktion), Uli Olshausen (Jazz-Journalist) und Musikerin Elvira Plenar hochkarätige Jury vorher schon gehört und ausgewählt hatte.

Die Musiker, Pianist und Komponist Yuriy Sych (23), Schlagzeuger Martin Standke (26, der „alte Sack“ in der Band), Kontrabassist Tim Roth (22) und Saxophonist Benjamin Steil (22), alles studierte und studierende Menschen und zusammen – wie Semmelroth betonte – noch nicht einmal 100 Jahre alt, unterstrichen in ihrem Gewinnerkonzert, übrigens eine Premiere in der Besetzung mit Steil, dass sie den Preis zu recht zugesprochen bekommen hatten. Ein furioses Set, der zeigte, dass die Jungs ihr Jazzlektionen gelernt hatten, nicht einmal auf eine allerdings nur kurze Swingeinlage verzichteten, ansonsten aber zwischen Klassik (Sych als Ukrainer kennt sicherlich auch die wichtigsten klassischen russischen Komponisten) und Drum’n'Bass (Drummer Martin bediente sich bei den Beats) ihre eigene Position suchen (und ganz sicher auch finden werden).

Die komplexen Kompositionen (mitunter glaubt man tatsächlich, richtige lange Suiten zu hören), wie auch Spiel und Zusammenspiel und Improvisationen haben dabei eine solche Tiefe (bei gleichzeitig spielerischer Leichtigkeit) und Reife, dass es schon verwundert. Mag Sych auch wie der Typ erwachsen werdendes Wunderkind wirken, er und die anderen haben garantiert nicht nur Musik im Sinn, aber definitiv im Blut. Fazit: dynamisch, souverän und sehr expressiv. Vom Contrast Quartet wird man noch viel hören.

Im Publikum waren übrigens auch zwei Frankfurter Jazzcracks: Pianist Bob Degen zeigte sich von seinem Pianokollegen genauso begeistert wie Saxophonist Christof Lauer von Steil. Nicht nur ihre gute Wünschen begleiten die ambitionierten Youngsters.
© Detlev Kinsler

Die Jazzinitiative gratuliert herzlich!

Örjan Fahlström neuer Chefdirigent der hr-Bigband

Der Schwede Örjan Fahlström ist von der Saison 2008/09 an neuer Chefdirigent der hr-Bigband. „Dem Hessischen Rundfunk ist es erneut gelungen, einen erstklassigen Dirigenten zu gewinnen, der auch in Zukunft die herausragende Position der hr-Bigband in der deutschen und internationalen Jazz-Szene gewährleisten kann“, erklärt hr-Intendant Helmut Reitze. Ebenfalls von der kommenden Saison an wird der US-Amerikaner Jim McNeely innerhalb eines „Artist-in-Residence“-Programms als Gastdirigent mit der hr-Bigband zusammenarbeiten.

Mehr dazu hier und hier.

Christof Lauer Trio + Nils Landgren und Wolfgang Puschnig

20. Mai 2008
19:00

| Musikpavillion im Palmengarten |

Schon der Name dieses Quintetts verrät seine Besonderheit: hier kommen einige der wichtigsten Jazzmusiker Europas, die die aktuelle Szene mit ihren Spielweisen definiert haben, zu einem einmaligen Konzert zusammen. Man darf sicher sein, dass Frankfurt an diesem Maitag eines der herausragenden Jazzmeetings des Jahres 2008 erleben darf.

Meih dazu unter:
http://www.musikglobal.de/kalender/detail.php?VID=334&cid=27

JIF-Mitglieder erhalten bei Vorlage des JIF-Ausweises den ermäßigten Eintrittspreis

EXTRA – Piano-Doppel | Peter Fulda & Michael Wollny

15. Mai 2008
20:30

Romanfabrik  | Hanauer Landstraße 186 |  60314 Frankfurt | Telefon 069. 4 94 09 02Mit Michael Wollny und Peter Fulda haben sich zwei herausragende Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene zu einem ungewöhnlichen Unternehmen zusammen getan. Die Gemeinsamkeiten (wenn auch auf den ersten Blick extrovertiert, oftmals fast ekstatisch der eine, und sinnierend verweilend der andere) sind musikalischer und persönlicher Natur. Beide sind exzellente, abenteuerlustige Improvisatoren und Komponisten, beide schätzen den intensiven Austausch mit Kollegen. Außerdem verbindet die Pianisten eine langjährige Freundschaft; für beide war der Studienort Würzburg und das dortige Herrmann-Zilcher-Konservatorium von enormer Bedeutung.  Michael Wollny, Jahrgang 1978, zählt zu den Shooting Stars der deutschen Szene. Speziell seine Arbeit mit dem Trio [em] und seine Duos mit Saxophonist Heinz Sauer bescherte ihm enorme Aufmerksamkeit. Fulda, Jahrgang 1968, hat seit den frühen neunziger Jahren regelmäßig CDs produziert, darunter zwei Solo-Alben. Der Pianist aus Nürnberg arbeitete über die Jahre auch mit Kollegen wie Charlie Mariano. Es spielen Peter Fulda [p], Michael Wollny [p]Eintritt € 15,– / € 12,– [erm. und JIF-Mitgl.]In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik 

NACHTCAFÉ – Doppelkonzert: Verleihung des Arbeitsstipendiums Jazz der Stadt Frankfurt am Main  & Nordend 19

14. Mai 2008
20:00

Theaterhaus, Schützenstraße 12, Frankfurt, Telefon 069. 2 99 86 10

…und auf’s Neue bleibt es spannend, wer das wohldotierte Arbeitsstipendium, das die Stadt Frankfurt lobenswerterweise seit 1991 vergibt, erhalten wird. Was wir wissen ist, dass seitens der Jazzinitiative Elvira Plenar der Jury angehörte und es gewiss nicht leicht hatte, unter den vielen Einsendungen den Richtigen oder die Richtige zu küren. Flankiert wird das Preisträgerkonzert von Nordend 19, die ihre so bewährte wie stets espritvolle Mischung aus Modern Jazz, Rock und Latin präsentieren – unterschiedliche Musikstile, nebeneinander und miteinander, ohne sich im Terrain einer bestimmten Tradition fest -einzunisten. Auch das Instrumentarium der Band ist vielfältig: So sind chromatische Mundharmonika, Bassklarinette, Bongo und Conga zu hören. Die Zuhörer erwarten eingängige Themen, die sich zu melancholischen Momentaufnahmen verdichten, mit treibenden Grooves unterlegt oder in freien Improvisationen durchbrochen und verformt werden.

Laudatio Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main.

Es spielen der/die Preisträger/innen sowie Eric Sons [sax, cl, bcl], Michael Bernschneider [g, harmonica], Thore Benz [b], Uli Kratz [perc, g]

Eintritt € 12,– / 9,– [erm. u. JIF-Mitgl.]

In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Frankfurt am Main und dem Theaterhaus