Der Hessische Rundfunk hat auf einer Pressekonferenz das aktuelle Programm der hr BigBand vorgestellt, die ja in der kommenden Saison erstmals unter der Leitung von Örjan Fahlström steht. Unter www.hr-online.de kann man dass Programm nachlesen, und auch herunterladen.
Monthly Archive for Juni, 2008
Im Kontrabass-Forum GEBA entstand die Idee, eine Übersicht über Jazz-Jamsessions in Deutschland (und vielleicht auch anderswo) als Google-Map zu realisieren. Vorschläge für weitere Einträge werden auf der Forumsseite auch von Nicht-Bassisten gerne angenommen.
| 4. September 2008 | ||
| 19:30 |
„… Das ist ausgesprochen klug konzipiert, durchaus auf Risiko gespielt, hat Power und kühne Komplexität. Weil die Musiker viel Spaß am Spiel haben, behält das eine überspringende Vitalität, die nicht nach Kopfgeburt klingt, sondern frisch, unverbraucht und nuanciert“ – soweit das Jazzpodium über die in den Medien viel beachtete erste CD „respect“ (nominiert für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2006) der exquisit besetzten Formation „Silent Bass“. Nun, im Herbst 2007, wurde ein neues Programm mit Eigenkompositionen von Manfred Bründl eingespielt. Die New Edition widmet sich dem Reisen und Grenzen überschreiten – eine Hommage an die Farbe Rot (Themen der Kompositionen sind u.a. Barnett Newmans „Who‘s Afraid of Red, Yellow and Blue?“, „Pompeii Red“, „Leonardo da Vincis Der vitruvianische Mensch“, „der Goldene Schnitt“ sowie der „Modulor Le Corbusiers“, die Wüstenstadt Ghadames mit ihrer faszinierenden, einzigartigen roten Schmuckfarbe). Gleichermaßen ein Schwerpunkt ist Bründl‘s Faible für Estland, mit seiner wunderbar melodiösen und sonoren Sprache. Dabei wurden estnische Gedichte der renommierten Autorin Kristiina Ehin vertont, gesungen von der faszinierenden estnischen Sängerin Liisi Koikson.
Es spielen: Manfred Bründl (double-bass), Hugo Read (saxes), Achim Kaufmann (p, fender rhodes), Jonas Burgwinkel (d), Liisi Koikson (voc), Wolfgang Schlüter (vibes)
| 21. August 2008 | ||
| 19:30 |
„Musik“, so Stephan Schmolck zu diesem Projekt, „kennt keinen Stillstand – no stagnacy. Ein melodisches Thema ist gleichzeitig Ziel einer Improvisation und Ausgangspunkt neuer musikalischer Entwicklung. Alles bleibt damit im Fluss – continious flow. Die Gestaltung unterliegt keinen Regeln, nur ästhetischen Grundsätzen. Das beinhaltet auch das Moment des Zerstörens – smashing the mirror. In Frage stellen, Chaos und neue Ordnung, alles ist möglich – alles geschieht.“
Mit Hugo Read und Bob Degen hat Stephan Schmolck musikalische Partner gefunden, die seine kompositorischen Anstöße kongenial umsetzen. Mit Bob Degen spielt er nahezu 15 Jahre in den unterschiedlichsten Besetzungen zusammen, ebenso verbindet ihn mit Hugo Read eine langjährige musikalische Geschichte u.a. in Schmolck’s letzter Produktion „electric bundle“. Doch bewusst vermeidet Schmolck den Begriff „Jazz-Trio“, obwohl er in seinen Stücken alle Parameter dieses Genres verwendet. Elemente der neuen Musik fließen genauso in seine Musik ein wie Versatzstücke aus Rock oder Hip-Hop, Techno oder House. Alles wird in den Improvisationen der drei „hin und her“ bewegt, eben „back and forth“. Statische, ostinate Einspielungen sind ebenso integrativer Bestandteil der Kompositionen wie live erzeugtes „sound processing“.
Es spielen: Stephan Schmolck (b), Hugo Read (saxes), Bob Degen (p)
| 7. August 2008 | ||
| 19:30 |
Günter Lenz zum Siebzigsten – und wenn da das Ensemble Springtime heißt, kann die Symbolik kaum treffender sein.
1977 formierte sich diese Band – natürlich nicht in der gegenwärtigen Besetzung, aber doch schon damals ausgestattet mit einer immens hochkarätigen Mannschaft, darunter die Trompeter Lee Harper und Johannes Faber, die Saxophonisten Leszek Zadlo und Frank St. Peter, der Pianist Bob Degen und der Schlagzeuger Joe Ney.
Inzwischen hat Springtime mancherlei personelle Veränderungen erlebt, niemals jedoch dabei seine zentrale konzeptionelle Perspektive aus den Augen verloren. Und die heißt, reduziert auf’s Wesentliche: strukturelle Klarheit, rhythmische Energie und vor allem ein Maximum an individueller Freiheit für jeden in diese Frühlingsrolle eingebundenen Mitspieler.
Es spielen: Klaus Stötter (tr), Peter Bolte (as), Gebhard Ullmann (ts, bcl), Bob Degen (p), Günter Lenz (b), Billy Elgart (dr)


