Monthly Archive for August, 2008

Orden für Emil Mangelsdorff

Dem dreiundachtzigjährigen Altsaxophonisten Emil Mangelsdorff wurde vom Bundespräsidenten das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Auszeichnung wird ihm am 15. September in der Staatskanzlei Wiesbaden überreicht. Mangelsdorff begann bereits in den späten 1930er Jahren Jazzmusik zu spielen und hatte wegen seiner Jazzliebe Repressionen von den Nazis zu erleiden. 1940 war er einer der Mitbegründer des Hot Club Frankfurt gewesen. Nach Krieg und russischer Gefangenschaft kam Emil Mangelsdorff Ende der 1940er Jahre zurück in die Heimat, spielte in den 1950er Jahren mit Joki Freund und Jutta Hipp, war von Anfang an (und bis heute) Mitglied des 1958 gegründeten Jazzensembles des Hessischen Rundfunks, tourte im Auftrag des Goethe-Instituts mit den German Allstars um die halbe Welt. In den vergangenen Jahrzehnten hielt er bundesweit und sehr erfolgreich Vorträge zum Thema Jazz im Dritten Reich. Mangelsdorff, der ältere Bruder des vor drei Jahren verstorbenen Posaunisten Albert Mangelsdorff, tritt nach wie mit seinem Quartett auf und hat eine regelmäßige Konzertreihe im Frankfurter Holzhausenschlösschen. Weiterführender Link: LAKS Hessen.
(via www.jazzinstitut.de)

Hot Club de Saint Clichy – Jazz-Plattenabend mit DJ Kaiser L

12. August 2008
21:00

saint_clichy_flyer1.jpgHot Club de Saint Clichy

  • 1950’s/60’s Swing-Cool-Soul-Funk-Latin-Jazz
  • Original Grooves von Vinyl – Nix Remix
  • relaxte Lounge-Atmosphäre
  • klassische Cocktails der 50er & 60er Jahre
  • seit 2006 jeden 2. Dienstag im Monat
  • Eintritt frei!

Turntables: DJ Kaiser L
www.myspace.com/djkaiserl

Saint Clichy
Darmstädter Landstr 7-9
Frankfurt/M. (Sachsenhausen)
www.saintclichy.com

Cool down @ Saint Clichy

Wuchner / Degen / Stefanski

9. August 2008
20:00

Konzert mit Life-Recording
im Performance-Studio Frankfurt, Homburger Land Straße 410 (zu erreichen mit S 6, Haltestelle Frankfurter Berg, mit dem Auto über A 661)

Die drei verbindet eine langjährige musikalische Freundschaft. Bob Degen und Jürgen Wuchner spielten zum ersten Mal in den frühen 70er Jahren in der Gruppe „Voices“ zusammen, zu der außerdem die Saxophonisten Günter Kronberg und Heinz Sauer sowie der Schlagzeuger Ralph Hübner gehörten. Etwa zur selben Zeit traf Wuchner in der Band des Tenorsaxophonisten Hans Koller auf den polnischen Schlagzeuger Janusz Stefanski. Im Juli 1978 nahmen Wuchner und Degen zusammen mit Hans Koller, dem Trompeter Herbert Joos, dem Saxophonisten Christof Lauer und dem Schlagzeuger Thomas Cremer die Platte „Piece for Mouth“ auf. Dreißig Jahre später kamen die drei im Januar 2008 bei einem Konzert im Jazzinstitut auf die Idee, die Stücke der damaligen Platte neu zu interpretieren. Neben Kompositionen von Jürgen Wuchner ist dabei auch Hans Kollers „Last But Not Least“ im Programm. Bob Degen lebt seit etwa 40 Jahren in Deutschland. In seinem Klavierspiel paaren sich die harmonischen Feinheiten eines Bill Evans und Paul Bley zu einem ganz eigenen, eleganten und doch das Risiko der Improvisation nie scheuenden Personalstil. Janusz Stefanski ist als polnischer Wahlhesse aus der Jazzszene des Rhein-Main-Gebiets nicht mehr fortzudenken. Er gehört zur alten Garde des polnischen modernen Jazz, spielte unter anderem mit Tomasz Stánko, Hans Koller, dem Vienna Art Orchestra und seit vielen Jahren mit Emil Mangelsdorff. Sein Spiel ist kraftvoll und einfühlsam zugleich, verbindet Drive, Groove und leichtfüßigem Swing. Jürgen Wuchner schließlich ist der spiritus rector der Darmstädter Jazzszene, ein urgewaltiger Kontrabassist, dem der Blues – gebrochen durch Charles Mingus – genauso wichtig ist wie die kompositorische Präzision, der man bei Darmstadts Neuer-Musik-Geschichte eh nicht entfliehen kann. Alle drei sind Individualisten auf ihrem Instrument, großohrige Könner zugleich, die einander zuhören und aus der Spannung ihrer Unterschiedlichkeit und der Erinnerung an vergangene Zeiten heraus aus den alten Titeln spannende und sehr heutige Musik entwickeln.

PS:
In dem Performance Studio können Sie die Atmosphäre eines Tonstudios life erleben – zur Erfrischung gibt es eine Bar und vor und nach dem Konzert können wir noch etwas im Grünen zusammen sitzen.

Eintritt: 10 €

Jazzsession OF

4. August 2008
20:15
18. August 2008
20:15
1. September 2008
20:15
15. September 2008
20:15
29. September 2008
20:15
20. Oktober 2008
20:15

Die nächste Jazzsession Offenbach wird am 4. August von  fifty fingers »acoustic orchestra« eröffnet.
Der Eintritt ist frei, anschließend Session ab ca. 22.00 Uhr
Zum ersten Mal im Lounge/ Offenbach, im Alten Schlachthof, Ernst-Griesheimer-Platz 7, OF
www.lounge-restaurant.de, Tischreservierung unter: 069-85701806

Ali Neander:
ist der bekannteste hessische Rockgitarrist und spielt u.a. mit den Rodgau Monotones, Sabrina Setlur und Xavier Naidoo.
Andreas Neubauer:
ist Frankfurts Schlagzeuger Nummer eins. Er ist u.a. der Drummer bei Sabrina Setlur, Glashaus, dem New Yorker Organisten John Hammond, der Organistin Barbara Dennerlein.
Martin Wagner (akk) spielt u.a. Klezmer oder im Kabarettprogram von Konrad Beikirchner.
Christoph Aupperle (vib): lebte lange Zeit in Brasilien und spielte u.a. mit Gil Evans & Chris Woods.
Norbert Dömling (b): spielte sich als E-Bassist bis in die vordeste Riege des europäischen Electric-Jazz. U.a. mit Billy Cobham, Trilok Gurtu, Jasper
van’t Hof.

Ali Neander und seine »fifty fingers« wildern quer durch die Musiken. Und so erscheinen nicht nur Prince, Hermeto Pasqual, Astor Piazzolla, Chick Corea und John Coltrane in neuem Gewand, sondern es gibt auch bei den Eigenkompositionen Musik aus aller Welt ohne Weltmusik sein zu wollen. »Groovender Acoustic-Jazz – mit Blick über den Tellerrand und Lust auf Neues…«

Mehr Infos gibt es unter www.jazzsession-offenbach.info
Bitte auch die Location des jeweiligen Sessiontermins, also Lounge oder Carrée, sowie die wechselnde Openerband beachten!

back & forth / electric + Stephan Schmolck – Hugo Read – Bob Degen

21. August 2008
19:30

„Musik“, so Stephan Schmolck zu diesem Projekt, „kennt keinen Stillstand – no stagnacy. Ein melodisches Thema ist gleichzeitig Ziel einer Improvisation und Ausgangspunkt neuer musikalischer Entwicklung. Alles bleibt damit im Fluss – continious flow. Die Gestaltung unterliegt keinen Regeln, nur ästhetischen Grundsätzen. Das beinhaltet auch das Moment des Zerstörens – smashing the mirror. In Frage stellen, Chaos und neue Ordnung, alles ist möglich – alles geschieht.“

Mit Hugo Read und Bob Degen hat Stephan Schmolck musikalische Partner gefunden, die seine kompositorischen Anstöße kongenial umsetzen. Mit Bob Degen spielt er nahezu 15 Jahre in den unterschiedlichsten Besetzungen zusammen, ebenso verbindet ihn mit Hugo Read eine langjährige musikalische Geschichte u.a. in Schmolck’s letzter Produktion „electric bundle“. Doch bewusst vermeidet Schmolck den Begriff „Jazz-Trio“, obwohl er in seinen Stücken alle Parameter dieses Genres verwendet. Elemente der neuen Musik fließen genauso in seine Musik ein wie Versatzstücke aus Rock oder Hip-Hop, Techno oder House. Alles wird in den Improvisationen der drei „hin und her“ bewegt, eben „back and forth“. Statische, ostinate Einspielungen sind ebenso integrativer Bestandteil der Kompositionen wie live erzeugtes „sound processing“.

Es spielen: Stephan Schmolck (b), Hugo Read (saxes), Bob Degen (p)

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