Seit 1991 vergibt die Stadt Frankfurt am Main ihr „Arbeitsstipendium Jazz“. Auch 2009 fordert das verantwortliche „Dezernat Kultur und Wissenschaft“ erneut junge, talentierte Musikerinnen und Musiker aus dem Rhein-Main-Gebiet dazu auf, sich für dieses mit 5.500 Euro dotierte Stipendium zu bewerben. Voraussetzungen: eine musikalische Ausbildung oder Qualifikationen mit Schwerpunkt Jazz sowie der Nachweis einer entsprechenden Praxis. Eine unabhängige Jury entscheidet dann aus den eingesandten Beiträgen über die Vergabe des Arbeitsstipendium Jazz.
Bewerbungsunterlagen gibt es ab sofort beim Kulturamt Frankfurt am Main, Brückenstraße 3-7 in 60594 Frankfurt.
Monthly Archive for Januar, 2009
Jazzthing und Berliner Morgenpost berichten, dass die GEMA die Gebühren für die Berliner Jazz-Clubs kräftig angezogen hat. So sind die Beträge für den „Schlot“ von bislang 9600 Euro jährlich auf 14000 Euro angehoben worden – die Summe entspreche etwa 3 Monatsmieten, so der Pächter. Die Folge: Kürzung des Programms auf drei Live-Musik-Tage pro Woche. Auch Sedal Sardan, Betreiber des A-Trane, klagt über zu hohe Gebühren und das Quasimodo habe schon sukzessive vom Jazz Abschied genommen.
Dass die GEMA ausgerechnet beim ohnehin schon förderungsbedürftigen Jazz die Hand aufhält, bedroht die wenigen Jazz-Spielstätten in ihrer Existenz. Im Herbst letzten Jahres hatten sich einige Spielstätten zusammengetan, und eine Bundestags-Petition in dieser Sache gestartet. Die Aktion läuft noch – informieren kann man sich hier und vorallem hier.
| 20. Januar 2009 | ||
| 21:00 | ||
| 10. Februar 2009 | ||
| 21:00 | ||
| 10. März 2009 | ||
| 21:00 | ||
| 14. April 2009 | ||
| 21:00 | ||
| 12. Mai 2009 | ||
| 21:00 |
- 1950’s/60’s Swing-Cool-Soul-Funk-Latin-Jazz
- Original Grooves von Vinyl – Nix Remix
- relaxte Lounge-Atmosphäre
- klassische Cocktails der 50er & 60er Jahre
- seit 2006 jeden 2. Dienstag im Monat
- Eintritt frei!
Turntables: DJ Kaiser L
www.myspace.com/djkaiserl
Saint Clichy
Darmstädter Landstr 7-9
Frankfurt/M. (Sachsenhausen)
www.saintclichy.org
Cool down @ Saint Clichy
Das Jahr 2009 fängt mit einer guten Nachricht an: Die Bundesregierung möchte den Jazz stärker fördern. In einem FR-Interview mit Hans-Jürgen Linke äußert sich Monika Griefhahn (SPD) zur Initiative Musik, die nun zusätzlich 500.000 € erhalten soll – und das explizit für die Förderung des Jazz. Bei der Initiative Musik „handelt (es) sich um eine Kooperation oder einen Zusammenschluss von Musikindustrie und Bundesregierung. Beide finanzieren die Initiative. Gefördert werden bisher Einzelmaßnahmen wie zum Beispiel Tourneen oder Übungsmöglichkeiten für Bands, aber auch Auftritte ausländischer Künstler, die in Deutschland leben.“ Gefördert werden aber auch Spielstätten. „Es gibt nach unserer Erfahrung Spielstätten, die gut eingeführt sind, die aber manchmal in Situationen kommen, wo sie ihre anspruchsvollen Programme nicht weitermachen können, weil ihre Misch-Kalkulationen nicht mehr aufgehen. Ich denke, wir könnten mit einer Bundesförderung da etwas bewirken.“ Das denken wir auch, obgleich 500.000 € für eine deutschlandweite Förderung nicht wirklich viel Geld ist. Aber vor dem Hintergrund, dass Jazz bislang eher als etwas betrachtet wurde, um das sich lediglich auf kommunaler Ebene gekümmert werden sollte, ist die Initiative Griefhahns zu begrüßen.
| 23. Januar 2009 | ||
| 20:30 |
Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 069. 2 9 24 08
Ali Neander hat nicht nur die Rodgau Monotones mitgeprägt, sondern ist auch für Sabrina Setlur oder Xavier Naidoo kreativ gewesen. Nun wildern er und die „fifty fingers“ quer durch die Musiken, getreu dem Motto: Mit dieser Besetzung ist alles erlaubt! Also bekommen Stücke von Prince, Hermeto Pasqual, Astor Piazzolla oder Chick Corea ein neues Gewand und die zahlreichen Eigenkompositionen klingen bunt gemustert – wie Musik aus aller Welt ohne Weltmusik zu sein. Das Besondere dabei ist der Verzicht auf jegliche Elektronik. Drum & Bass sind hausgemacht, das Akkordeon ersetzt den Synthesizer und die Errungenschaften des elektrifizierten Jazz werden z.B. durch eine Melodica neu interpretiert. Das ist keine puristische Rückschau, das sind überraschende Entdeckungen von Sounds und Grooves, die Rock- Folk- und Jazzfans gleichermaßen einnehmen.
Es spielen
Ali Neander (g)
Martin Wagner (acc)
Christoph Aupperle (vib)
Norbert Dömling (b)
Andreas Neubauer (dr)
Eintritt
€ 9,– / 6,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire
