Monthly Archive for Oktober, 2009

CLUBJAZZ: »cruisen« – acoustic & electronic groove music« – Thomas Siffling Trio

18. Dezember 2009
20:30

Der Trompeter Thomas Siffling ist ein fester und durch seinen kreativen Output nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Deutschen Jazzszene geworden und gilt als ein Grenzgänger zwischen diversen Genres. So hat er es sich u.a. zur Aufgabe gemacht in seiner Musik elektronische Einflüsse und Elemente in einen Jazzkontext zu setzen.

Im seinem neuesten Werk »cruisen« präsentiert das Thomas Siffling Trio einen wunderbaren »easy going« Nu Jazz mit Anspruch und Tiefgang. Ein junger und zeitgemäß klingender Jazz aus Deutschland. Musik zum Relaxen, Grooven und Hinhören.

Siffling machte durch zahlreiche Tourneen im europäischen und nordamerikanischen Ausland auf sich aufmerksam. So tourte er mit seinem Trio 2006/07 zur Vorstellung seiner CD »kitchen music«, auf der u.a. Xavier Naidoo zu hören ist, auch durch Kanada, Rumänien, Griechenland, Bulgarien und Norwegen. Im November 2008 gastierte das Trio in Indien und Sri Lanka auf zahlreichen Festivals. »Cruisen« stieg im März als bester Neueinsteiger auf Platz 11 in die deutschen Jazzcharts ein.

Es spielen
Thomas Siffling (tp, flh, electr); Jens Loh (b); Markus Faller (dr, perc)

Eintritt
€ 9,– / 6,– [erm. u. JIF-Mitgl.]

Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | Telefon 069. 2 9 24 08

XTRA: Continued Tales of Ulysses & Ulysses – ­Monolog der Molly Bloom – Jürgen Wuchner Quartett & Hannelore Elsner

17. Dezember 2009
20:30

Der Hessische Jazz-Preisträger Jürgen Wuchner hat sich von James Joyces Ulysses zu einer Reihe von Kompositionen anstiften lassen. Insbesondere hat ihn der Text  – seine Tiefenstrukturen? – dazu angeregt, die musikalischen Tiefen auszuloten. Dazu hat er eine Band zusammengestellt, die aus sehr tiefen Instrumenten besteht: Er selbst spielt einen 5-saitigen Kontrabass, Wollie Kaiser Bass- und Kontrabassklarinette, Manfred Becker zieht vor allem die tiefen Register auf seinem Akkordeon und Janusz Stefanski, Hessischer Jazzpreisträger des ­Jahres 2003, verleiht dem Sound des Quartetts entsprechend eher dunklen Drive.

Die große Frankfurter Schauspielerin Hannelore Elsner wird im Wechsel mit der Musik Auszüge aus dem Monolog der Molly Bloom, dem Schlusskapitel des Ulysses von James Joyce, lesen.

Es spielen
Jürgen Wuchner (b), Wollie Kaiser (bcl, cb-cl), Manfred Becker (acc); Janusz Stefanski (dr)

Es liest
Hannelore Elsner

Eintritt
€ 20,– / 15,– [erm. u. JIF-Mitgl.]

In der Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | Telefon 069. 4 94 09 02

CLUBJAZZ: Roots & Wings – Benjamin Schaefer Trio

27. November 2009
20:30

Das Trio des Kölner Pianisten Benjamin Schaefer ­widmet sich einem europäisch geprägten Modern Jazz. Die Eigenkompositionen des Bandleaders zeichnen sich – auch in komplexen harmonischen und rhythmischen Gefügen – stets aus durch eine starke Affinität zur Melodie. Bass und Schlagzeug sind ihrer Begleitfunktion enthoben und übernehmen gleichberechtigt Verantwortung für die musikalische Gestaltung. Die drei Musiker improvisieren und interagieren auf hohem Niveau; Dynamik und Spielfreude sind gepaart mit Formgefühl und musikalischem Feinsinn. Es entsteht eine lebendige, vielschichtige Musik, die Laien und Connaisseure gleichermaßen anspricht.

Die erste CD »Shapes & Colours« wurde 2004 von der Fachpresse als »erstaunlich reifes Debüt« und »Karrierestart nach Maß« gelobt. Der Nachfolger »Roots and Wings« erschien 2008 beim renommierten Münchner Label ENJA.

Es spielen
Benjamin Schaefer (p)
Robert Landfermann (g)
Marcus Rieck (dr)

Eintritt
€ 9,– / 6,– [erm. u. JIF-Mitgl.]

Im Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | Telefon 069. 2 9 24 08

NACHTCAFÉ: JazzXclamation – Kathrin Lemke

11. November 2009
20:00

JazzXclamation, das 1998 gegründete Quartett um die Saxophonistin Kathrin Lemke, »manövriert«, so schreibt Stereoplay, »mit Energie und Witz an den ­Klischees der Avantgarde vorbei und bringt zugleich psychedelische Steigerungsmomente und raffiniert arrangierte Reduktion zusammen. Diese Musik hat die Luft der Sechziger geschnuppert, setzt ihr aber den ironisch lässigen Atem der Gegenwart entgegen.« Und der Tagesspiegel ergänzt: »So könnte Jazz klingen, der für die Gegenwart gemacht ist: mal grob wie ein Heavy-Metal-Riff, mal zärtlich-verspielt wie eine Pop-Ballade. Das Quartett hat all diese Klangfarben drauf. Es entspinnt flackernde Tongebilde. Die könnten auch einen Thriller untermalen, so spannungsreich irrlichtern sie durch Songs, die ›Kaputter Walzer‹ oder ›Liberation-Song Of A Brave Woman‹ heißen und sich mitunter in wüst-hämmernden, spitz-fiependem Kollektivkrach auflösen. Das ist raffiniert, gerade in seiner kindlichen Zertrümmerungsgeste.«

Es spielen
Kathrin Lemke (saxes); Zoran Terzic (org); Berit Jung (b); Peter Horisberger (dr)

Eintritt
€ 12,– / 9,– [erm. u. JIF-Mitgl.]

Im Theaterhaus | Schützenstraße 12 | Telefon 069. 2 99 86 10

XTRA: »Von mir zu Euch für uns« – Lyrik von und Jazz für Peter Rühmkorf Jochen Nix und Frankfurt Jazz Trio

5. November 2009
20:00

Für die Premiere des neuen Rühmkorf-Programmes wird der renommierte Schauspieler, Regisseur und Sprecher Jochen Nix Texte aus dem im Jahr 2008 erschienenen Band Rühmkorfs mit dem Titel »Paradiesvogelschiß« lesen. Das Frankfurt Jazz Trio wird, aus reicher Erfahrung mit verschiedenen Jazz & Literatur-Produktionen schöpfend, mit eigenen Kompositionen und besonders ausgewählten Jazz-Standards die Lesung begleiten.
»Er war ein feinsinniger Ästhet«, schrieb Marcel Reich Ranicki, »ein raffinierter Schöngeist, ein exquisiter Ironiker. Nur war er zugleich ein plebejischer Poet, ein handfester Spaßmacher, ein Verwalter des literarischen Untergrunds, ein Dichter der Gasse und der Masse, einer, der die Lyrik auf den Markt gebracht hat. Er schämte sich nicht, das Drastische, das Vulgäre zu schätzen. Und er zögerte nicht, das Distinguierte, das Elitäre zu bewundern. In seinen Versen finden Schlager, Gassenhauer und Kinderreime ein unmittelbares Echo, aber auch die Oden Klopstocks und die Lieder von Matthias Claudius, die Hymnen Hölderlins. Dieser Rühmkorf ist nie ganz seriös – und immer sehr ernst.«

Es spielen
Thomas Cremer (dr); Martin Gjakonovski (b); Olaf Polziehn (p); und es liest Jochen Nix

Eintritt
€ 10,– / 5,– [erm. u. JIF-Mitgl.]

In der Zentralbibliothek Frankfurt | Hasengasse 4 | Telefon 069. 297 84 71