Elliott Sharp ist einer der vielseitigsten Künstler des experimentellen Teils der New Yorker Jazzszene. Projekte mit John Zorn (Radical Jewish Music), Ausflüge in den Jazzcore, Drum‘n Bass und Power-Rock, Arbeiten mit dem Kronos Quartett und eben mit TERRAPLANE zeichnen ihn aus. Mit letzterem, seinem langjährigen All-Star-Bandprojekt lotet Elliot Sharp auf seine spezielle Art die Abgründe des Blues aus.
TERRAPLANE, die Band, ist dabei mehr als nur Sharps Vehikel. Hinter dem Schlagzeug hat Tony Lewis, der bereits mit B.B. King, Sting, Little Richard u.v.a. zusammenarbeitete, Platz genommen. Bass spielt Avantgarde-Legende Dave Hofstra. Hinter dem Mikrofon steht Eric Mingus, der schwergewichtige Sohn von Charles Mingus, einer der fulminantesten Bluessänger unserer Tage. Seinen Mitspielern lässt Sharp alle erdenklichen Freiheiten, innerhalb der Songs eigene Wege zu bahnen, ohne aus dem Bandkontext auszubrechen. Das Spektrum reicht von minimalistischen Soloaktionen bis zu explosivem Elektro-Blues.
Es spielen
Elliott Sharp (g, ts)
Eric Mingus (voc)
Dave Hofstra (b)
Don Mc Kenzie (dr)
Eintritt: 10,– €, ermäßigt: 5,– €
JIF-Mitglieder: frei (Bitte Mitgliedskarte vorzeigen!)
Vorverkauf: Palmengarten
Abendkasse: an der Kasse Siesmayerstraße 63
Der Frankfurter Saxophonist Peter Klohmann hat für dieses ungewöhnliche Projekt 24 Musiker – allesamt Studenten an der Musikhochschulen in Frankfurt, Mainz oder Köln, versammelt. Das Besondere: neben Jazz-Bass und drei (!) Drumsets kommen ein vierstimmiger Streichersatz (6 Bratschen und 6 Celli), ein vierstimmiger Bass-Posaunensatz, zwei Fagotte, und Querflöte zum Einsatz. Zur Aufführung kommen Kompositionen von Peter Klohmann, die er eigens für diese Besetzung ausgearbeitet hat. Als Gast wird der Gitarrist Torsten Goods aus Berlin mitwirken.
Ort: Kleiner Saal der Musikhochschule Frankfurt am Main
Eintritt frei!
Das Dietmar Osterburg Trio, in unveränderter Besetzung seit 2005 aktiv, ist, was man treffend einen Klangkörper nennt, ein fesselndes Dreigestirn von bester Chemie, in dem eine Menge mehr „los ist“ als in Top-Trios mit noch klassisch-abgrenzender Rollenverteilung. Bassist André Neygenfind und Schlagzeuger Eddie Filipp sind weit mehr als eine konventionelle Rhythmusgruppe – ein veritables Kraftwerk unerschöpflicher Aktivität und Kreativität, das den Gitarristen über die volle Distanz bestens darin unterstützt, modernen Mainstream zu produzieren, der viel moderner ist, als er Mainstream ist. Osterburgs meisterhafte Mischtechnik verwebt Akkorde und Melodiebögen zu auf- und erregenden Ereignissen, wie man sie auf der Gitarre höchst selten (falls überhaupt) zu hören bekommt. Alle drei gemeinsam bieten eine hinreißende Fülle von Auswegen aus dem Prokrustesbett vorfabrizierter Mainstream-Muster, -Formeln und -Abläufe und verweigern sich dennoch nicht dem musikalischen Diesseits, dem Konsens, der Verbindlichkeit, der Freude am Kommunizieren.
Es spielen Dietmar Osterburg (g); André Neygenfind (b); Eddie Filipp (dr)
Eintritt: € 12,– / 9,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
Theaterhaus | Schützenstraße 12 | 069. 2 99 86 10
In Zusammenarbeit mit dem Theaterhaus

Osterburg Trio
Seine ausgeprägte Musikalität zeigte der Berliner Gitarrist Hub Hildenbrand, Stipendiat des Berklee College of Music, bereits bei seinem gefeierten Debüt „Heimat“, einem „Hörfilm“ mit großer imaginativer Kraft. Mit „News From Afar“ stellt Hildenbrand nun seine Kompositionen wieder in einen großen Rahmen: Eine weltmusikalische Reise, zu den verschiedensten Genres, Klangfarben und Stilistiken. Hildenbrand hat sich intensiv mit der indischen Musik auseinandergesetzt und sein Interesse für die türkische Kunstmusik führte ihn an das „Konservatorium für türkische Musik, Berlin“. Und in Berlin, Heimat des Ensembles, ist das Aufeinandertreffen der Kulturen Alltag, macht für die Musiker eine Auseinandersetzung mit „dem Anderen“ unumgänglich. Und öffnet für den Hörer die Tür zu einer musikalischen Wunderwelt voller Schönheit und Geheimnis, die wahrlich gute Neuigkeiten birgt: dass es auf unserer Welt eigentlich nur „eine“ Musik gibt.
Und so erschafft das Hub Hildenbrand Trio eine absolut eigenständige Sprache – lange Melodiebögen, mystische Ostinati, orientalische Ornamentik, indische Raga-Atmosphären, westlicher Pop-Appeal, kollektive Improvisationskunst und assoziationsreiche Klangbilder werden hier zu einem intensiven Gewebe verknüpft. Ihre Musik kommt von innen und berührt unmittelbar.
Es spielen Hub Hildenbrand (g, comp); Dirk Strakhof (b); Denis Stilke (dr, perc)
Eintritt: € 9,– / 6,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
Club Voltaire | Kleine Hochstraße 5 | 069. 2 9 24 08
In Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire

Hub Hildenbrand
Die Musik des neuen Programms „Inside of me“ des Ensembles „fragile“ um Petra Woisetschläger und Udo Betz und die Texte verbinden sich in diesem „Wort-Konzert“ zu einem Klangrausch aus Sprache und Liedern, die sich alle um das Innenleben des Menschen, um die Innenwelten drehen. Leslie Malton, die bekannte Film-, Theater- und Kinoschauspielerin (Goldene Kamera, Bayerischer Filmpreis etc.) liest u.a. Texte von Rebecca Horn und Mascha Kaleko, deren Lyrik mit ihren eigentümlich zärtlichen Rhythmen an Erich Kästner, Hermann Hesse oder Thomas Mann erinnert. „Es geht nicht nur um Traurigkeit, um Verlorensein und Schrägheit“, so schrieb Joachim Sartorius über Rebecca Horn, „es geht immer auch um Blitze der Erleuchtung, um ein Netz elektrischer Stöße aus Worten. Diese Gedichte sind verschwenderisch. Eine große Künstlerin vergewissert sich als große Dichterin“.
Ein Abend, der die Zuhörer gleichermaßen durch die urkomischsten, aber auch abgründigsten Seiten des Menschseins führt …
Es spielen Petra Woisetschläger (voc, p); Udo Betz (b); José Cortijo (dr)
Es liest Leslie Malton
Eintritt: € 15,– / 12,– [erm. u. JIF-Mitgl.]
Romanfabrik | Hanauer Landstraße 186 | 069. 4 94 09 02
In Zusammenarbeit mit der Romanfabrik

Fragile