Die Stadt Frankfurt hat sich den Nachlass des Posaunisten Albert Mangelsdorff gesichert und durch das Institut für Stadtgeschichte als „Albert-Mangelsdorff-Archiv“ fachgerecht archiviert, konserviert und wo nötig auch restauriert. Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth: „Das ist ein großer Erfolg für die Stadt, denn auch andernorts gab es Begehrlichkeiten, die Zeugnisse der Jazz-Legende zu übernehmen. In diesem Zusammenhang gilt mein Dank der Witwe des Künstlers, Ilo Mangelsdorff, die uns ermöglichte, die vielfältigen und umfangreichen Materialien für die Nachwelt zu erhalten, sowie der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die uns bei diesem Vorhaben großzügig unterstützte.“
Das Albert-Mangelsdorff-Archiv soll den Grundstock eines neuen Jazz-Archivs bilden, das außerdem weitere Zeugnisse der national und international bedeutenden Frankfurter Jazzgeschichte sammeln wird. Der Nachlass von Albert Mangelsdorff besteht aus sämtlichen Musikinstrumenten, sechs Kisten mit Noten und Arrangements, etwa 1000 Schallplatten, ca. 300 Tonbändern und Tonbandkassetten, zum Teil mit Probenmitschnitten, 300 CDs, ca. 50 Videokassetten, Preisen und Urkunden, Fotos, Plakaten, Büchern, Zeitschriften, Programmheften sowie 100 Aktenordnern mit persönlicher Korrespondenz, Verträgen und gesammelten Zeitungsausschnitten.
„Die hiesige Jazzszene inspiriert das kulturelle Leben der Stadt in vielen Bereichen und wirkt damit identitätsstiftend. Dazu wollen wir mit einem lebendigen Archiv unseren Beitrag leisten“, erklärt die Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte Dr. Evelyn Brockhoff. „Da das Albert-Mangelsdorff-Archiv zu einer umfassenden Sammlung zur Frankfurter Jazzgeschichte ausgebaut werden soll, bittet das Institut für Stadtgeschichte außerdem alle Bürgerinnen und Bürger, Dokumente und Materialien zum Thema Jazz in Frankfurt dem Archiv zur Verfügung stellen“, so Dr. Brockhoff.
Links: Frankfurter Rundschau, Jazzblogger